Windows 8 wird durch Bug von Microsoft zur Freeware

Es ist schon kurios, wenn ein Software-Hersteller eine Software an die Kunden ausgibt, welche noch kritische Fehler beinhalten. Noch kurioser wird es, wenn man durch einen solchen Fehler die Software kostenlos bekommt. So ist es derzeit auch mit Windows 8, denn das hinzufügen eines Features (Windows Media Player) aktiviert eine nicht aktivierte Windows 8 Version ohne eine Verifizierung vom Microsoft-Server anzufordern.


Diese Meldung ging zu genüge durch die Medien. Wer sich genauer darüber informieren möchte, der kann gerne auf golem.de folgende News lesen:

Zum Artikel auf Golem.de


Ich persönlich vertrete jedoch die Philosophie, dass wenn ich eine Software wirklich dauerhaft und notwendig in Betrieb nehme, ich mir diese Software auch legal erwerbe. Seitdem die Linux-Distributionen (K)Ubuntu mit ihrer Bedienung aufgebessert haben, ist ein "Aber Windows kostet soviel und Linux ist zu kompliziert!" keine gültige Ausrede mehr. Schon alleine deswegen, wenn man bedenkt, dass Microsoft bei Windows 7 relativ viel von (K)Ubuntu geklaut hat (Nicht alles wurde von MacOS übernommen).


Doch zurück zum Thema: In meinem letzten Blog (Microsoft bietet Schutz für Windows gegen DAUs) bin ich auf eine Möglichkeit eingegangen, ein Betriebssystem einmalig in eine virtuelle Festplatte zu installieren und nur mit dem Abbild davon zu arbeiten. Ein Ressourcenverlust ist nicht bemerkbar und der Vorteil ist, dass man bei einem defekten/zerstörten Betriebssystem keine Stunden investieren muss, um das System neu zu installieren, sondern man nur ein neues Abbild erstellen muss. Anstatt 6 Stunden für eine komplett neue Installation von Windows zu verschwenden kann man so sein System auf einen sauberen Stand innerhalb von 30 Sekunden zurücksetzen.


Leider gibt es, wie ich heute Abend festgestellt habe, einen dicken Haken: Die Möglichkeit, ein Windows in eine virtuelle Festplatte zu schreiben, ist nur für die Windows 7 Lizenzen Enterprise und Ultimate verfügbar. Bei Windows 8 ist es nur bei der Pro-Version möglich. Wem diese Lizenzen aber zu teuer sind, der kann einen weiteren ... nun, nennen wir es mal "kreativen Bug" ... ausnutzen.


Man muss sich zuerst eine Version von Windows 7 Enterprise/Ultimate oder Windows 8 Pro besorgen. Der Produktschlüssel ist hierbei weniger wichtig, denn er muss nur durch die Installation schleusen. Ist das Windows installiert und funktionstüchtig, so erstellt man seine differenzierende Festplatte zur VHD (Virtuellen Festplatte), so dass man nur mit der Vorlage arbeitet, doch die unterschiede in der differenzierenden Festplatte geschrieben werden. Nichts neues, wer meinen letzten Blogeintrag gelesen hat.


Hat man es soweit geschafft, so startet man sein Windows von der "Master-HD" (Der virtuellen Festplatte, auf der man auch wirklich Windows installiert hat) und führt das Programm "Sysprep" aus. Dieses Programm befindet sich im Ordner "C:WindowsSystem32Sysprep". Mit Sysprep werden bestimmte Registrierungseinträge (Plug&Play-Treiber, Installationseinstellungen, etc) zurückgesetzt. Der Witz dahinter ist: Es wird auch der Zeitraum der Erstinstallation zurückgesetzt, so dass die Dauer bist zur Windows-Aktivierung ebenfalls zurückgesetzt wird.


Soll heißen: Ich arbeite normal mit der differenzierenden virtuellen Festplatte 30 Tage lang. Nach 30 Tagen zwingt mich Windows mein Betriebssystem zu aktivieren, ansonsten wird das Betriebssystem für eine weitere Verwendung gesperrt. Sind diese 30 Tage vorbei, so lösche ich die differenzierende Festplatte und erstelle innerhalb von 5 Sekunden eine Neue von der ich wieder 30 Tage arbeiten kann, bis ich dann wieder für eine weitere Verwendung gesperrt werde.


Über diese Methode kann ich jedes Betriebssystem, sei es Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows 8 oder gar Windows Server 2012 ewig nutzen ohne auch nur einmal einen gültigen Produktschlüssel eingeben zu müssen. Und das alles Dank eines Programmes, welches Microsoft bei der Installation von Windows selber mitliefert.


Zum Schluss sei aber nochmals angemerkt, dass man von solchen illegalen Tätigkeiten Abstand nehmen sollte. Wenn man etwas will, dann soll man es sich auch kaufen. Hat man nicht genügend Geld dafür, so stehen immer kostenlose Alternativen zur Verfügung. Linux ist schon lange kein Betriebssystem mehr für Nerds und Insider. Mit (K)Ubuntu und Debian (mit Abstrichen auch "SuSe") stehen Linux Betriebssysteme kostenlos zur Verfügung, die einem Windows-Betriebssystem (aus Sicht der Bedienung) in nichts nachstehen. Mittlerweile lassen sich auch alle Windows-Programme und alle Windows-Spiele unter Linux spielen (Stichwort: "PlayOnLinux"), wodurch es keine Argumente mehr für das Nutzen von illegalen Microsoft-Betriebssystemen gibt.
21.11.12 21:40
 


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