Microsoft bietet Schutz für Windows gegen DAUs

Anwender aufgepasst! Microsoft hat mit Windows 7 eine Möglichkeit integriert, das Betriebssystem vor DAUs (Dümmst-Anzunehmender-User) zu schützen. DAUs sind in der heutigen Zeit noch gefährlicher als Viren und Trojaner, zudem scheinen sie sich immer weiter zu vermehren. Seit Microsoft Windows 7 gibt es jetzt aber die Möglichkeit, eine untergeordnete Maschine des eigenen Betriebssystems zu nutzen, welche man bei Beschädigung leicht zurücksetzen kann.


Einmal installieren, für immer nutzen!

Der Trick hierbei ist, dass man nur mit einem Abbild des Betriebssystems arbeitet. Zuerst muss man eine virtualle Festplatte erzeugen, in der man das Betriebssystem installiert. Dies geschieht über die Eingeabeaufforderung mit Hilfe von "DISKPART". Danach installiert man Microsoft Windows 7 ganz normal auf diese virtuelle Festplatte, so wie man es gewohnt ist. Nach Beendigung der Installation von Windows, installieren wir zudem die Treiber und die benötigten Updates des Betriebsystems. Nachdem man diesen Schritt abgeschlossen hat, sitzt man nun schon seit 2-3 Stunden an dem PC. Diese gesamte Arbeit macht man genau einmal! Ist man einmal soweit, erstellt man ein untergeordnetes Abbild der Installation (wieder mit der Eingabeaufforderung) und speichert diese ab.

Was ist passiert? Wir haben nun Eltern- und eine Kind-Partition (übersetzt von "parent" und "child"-partition). Die Elternpartition, in der wir das Windows 7 installiert haben dient als Bezugssystem. In der Kindpartition, welche wir von nun ab nur noch nutzen werden, werden nur die Unterschiede zur Elternpartition geschrieben (dies passiert automatisch, der Benutzer merkt den Unterschied nicht). Dies mag für viele als "unsinnige Spielerei" aussehen, aber es hat einen immensen Vorteil: Sobald unsere Kindpartition durch Programme, Viren und Trojaner nicht mehr richtig funktioniert, können wir die Kindpartition löschen und eine neue Kindpartition erstellen, welche wieder einen Bezug zur Elternpartition hat. So spart man sich die Arbeit, alle 1-2 Jahre das Betriebssystem von Grund auf zu installieren, die Treiber aus dem Internet zu besorgen und die ganzen Updates von Microsoft zu besorgen. Anstatt 2-3 Stunden benötigt man auf diese Art und Weise nur noch 2-3 Minuten!


"Brauch ich nicht! Es geht auch so!" - Eben nicht!

Viele Nutzer denken sich oft, dass gerade solch eine Überlegung, das System zu schützen, gar nicht notwendig ist. Noch mehr Nutzer denken, dass ihr System läuft und sie alles richtig machen. Und fast alle denken, dass wenn der PC immer langsamer wird, er kaputt ist und man sich für eine Unsumme einen neuen Rechner kaufen muss. All diese Leute haben eine Sache miteinander gemein: Sie irren sich!

Tatsächlich geht an der Hardware des Rechners nur selten etwas kaputt. Viel eher sind ein falscher Umgang mit dem Betriebssystem oder das Installieren ("zumüllen") mit Programmen die Ursache für ein Verlust der Rechenleisten. So wissen wir zwar, dass man beim Geschlechtsverkehr nur eines und nicht zwei Kondome gleichzeitig nutzen sollen, doch beim Rechner werden dennoch zwei bis drei Antivirenprogramme installiert. Andere Menschen wollen zudem veraltete oder unbrauchbare Software nutzen, wie zum Beispiel AOL, welches auf Internet Explorer 5.5-6 beruht, während das eigentliche System den Internet Explorer 8 (oder 9) benutzt und ihm so eine veraltete Version aufgezwungen ist, mit der er wenig bis gar nicht arbeiten kann. Das ist so, als wenn man seinem Kind beibringt in die Ecken der Zimmer zu urinieren, anstatt die Toilette zu nutzen, da man es vor 200-250 Jahren in Frankreich genause gemacht hat und es ja auch funktionierte.

Und dann haben wir noch die Spezialisten, die sich nur selber als solche wahrnehmen, indem sie TuneUp Utilities installieren und meinen, dass man mit einem Knopfdruck auf "Beste Leistung" den PC direkt um Lichtjahre schneller macht. Tatsächlich werden hierbei auch unnütze Spielereien von Windows deaktiviert, aber zudem auch die gesamten Effekte der grafischen Oberfläche und wichtige Protokolle, die zum Beispiel den Datenaustausch in einem Netzwerk erleichtern/gewährleisten. Zu vergleichen ist das mit einem modernen Plasma-TV, den man für 600 Euro gekauft hat, ihn aber wegschmeisst, weil der alte Röhrenfernseher mit schwarz-weiß-Bild von 1950 weniger Strom frisst.


Zeit ist Geld! - und schont die Nerven des Administrators.

Gehen wir wieder zurück zum eigentlichen Thema: Mit diesem Eltern-Kind-Trick, welches seit Windows 7 (mir ist diese Möglichkeit unter Windows XP noch nicht bekannt) möglich ist, kann man natürlich viel Zeit sparen. Doch man kann sich zudem noch mehr Zeit sparen, wenn man sich von Anfang an überlegt, welche Programme man definitiv in Zukunft nutzen will. Man hört dann nicht nach der Installation des Betriebsystems und der Updates auf, die Elternpartition zu füllen, sondern installiert auch die wirklich notwendigen Programme, wie Office, den bevorzugten Messanger (Skype, ICQ, Trillian, AIM, ...) und den bevorzugten Browser (Firefox, Opera, Chrome, ...). Umso mehr man sich seiner Programme sicher ist, desto mehr Zeit spart man, wenn dann tatsächlich der Super-GAU eintritt und das Betriebssystem nicht mehr funktioniert.

In Windows 8 muss man diese Wege übrigens nicht mehr gehen. Microsoft hat auf seine Konsumenten gehört und eine Option in das Betriebssystem integriert, mit der man sein Windows 8 in den Ausgangszustand zurücksetzen kann. Zwar wird man dann wohl wieder alle Programme und Updates erst ziehen müssen, doch nimmt es den Administratoren ein Stück weit die Arbeit ab, da man nicht mehr zwingend auf die Hilfe eines IT-Spezialisten angewiesen ist. So kann der DAU, welcher beim Geschlechtsverkehr zwei bis drei Kondome nutzt, einen schwarz-weiß Röhrenfernseher von 1950 hat und heimlich in die Ecke pullert, sich freuend vor seinem PC positionieren und sagen: Es geht doch!
5.11.12 18:37
 


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