Das Fazit eines Nikotinentzugs

Es stellt sich nur die Frage: Ist das auch ohne Nikotin so? Die Frage habe ich mir nun vor einen Monat gestellt. Als Folge dieser Frage habe ich mit dem Rauchen aufgehört und seit dem 03. Juli 2012 nicht mehr geraucht. Das sind morgen um 12 Uhr genau 4 Wochen. Ich ziehe nun ein Fazit.



Wenn man etwas macht, dann sollte es immer einen Grund haben. Zur Erklärung: Ich habe wirklich nur deswegen geraucht, weil ich unter chronischen Schmerzen leide, die nicht nikotinbedingt auftreten. Nikotin betäubt das Hirn und teilweise auch das Nervensystem, wodurch die Wahrnehmung beeinträchtigt wird. Ähnlich wie bei Marihuana oder härteren Drogen. Nur leider ist Marihuana in Deutschland verboten und andere Drogen sind nicht nur illegal, sondern zudem stark gesundheitsschädigend. Also kam ich auf Zigaretten.

Anders als bei vielen anderen Menschen werde ich von Nikotin nicht abhängig. Es gibt tatsächlich wenige Menschen unter den Nikotinkonsumenten, bei denen kein Suchtverhalten und keine Abhängigkeit auftritt. Ich lege meine Zigaretten weg und rauche nicht mehr. So tat ich es am 03. Juli und ich hatte keine Probleme damit. Das einzige Problem, welches ich hatte war, dass meine Schmerzen verstärkt zurückkehrten.

Es sind, wie schon geschrieben, keine eingebildeten Schmerzen. Ich habe Atmungsprobleme durch mein Asthma, leide seit Anbeginn meiner Zeit an einer schweren Allergie (Heuschnupfen) und erlitt durch unbehandelte Diabetes einen Nervenschaden. Chronischer Husten, Kurzatmigkeit, Gelenk- und Gliederschmerzen, brennende Augen (bis hin zur teilweisen Erblindung), Juckreiz am gesamten Körper und das Gefühl, die Haut würde verbennen, wenn ich ins Tageslicht gehe, sind das Resultat. Auf den Nervenschaden will ich an dieser Stelle erst gar nicht eingehen.

Witzigerweise, trotz meines Asthmas, half mir Nikotin dabei, mit all diesen Beschwerden klar zu kommen. Die Beschwerden waren nicht weg, sondern es verringerte die Beschwerden auf ein Niveau, auf dem ich die Probleme ignorieren konnte. Als im Mai neue Sympthome hinzukamen, schrieb ich diese dem Nikotin. In den folgenden Wochen wurden die Beschwerden stärker, weswegen ich letzendlich den Entschluss fasste, mit dem Rauchen aufzuhören. Nach 4 Wochen sollten die Nebenwirkungen des Nikotin zum großen Teil erloschen sein. Nur das ist leider nicht eingetreten.

Derzeit nehme ich eine 4-fache Dosis meines Antiallergikum (tägliche Überdosis), damit ich mit meinem Heuschnupfen klarkomme. Meine Insulintherapie ist aus den Fugen geraten, da sich (bedingt durch den Nikotinentzug) mein Stoffwechsel geändert hat. Komme ich in Kontakt mit dem Sonnenlicht, so fühlt es sich an, als wenn ich über einer offenen Flamme gegrillt werden. Das Atmen verursacht leichtes Stechen in der Brust, es hat sich ein chronischer Husten gebildet mitsamt einer trockenen Kehle.

Betrachte ich also das Ausmaß des Entzugs und berücksichtige, dass jegliche Beschwerden, die ich nun fühle, nichts mit einem Nikotinentzug/-konsum zu tun hat (laut Studien verschwinden sämtliche Sympthome innerhalb 2-4 Wochen), so war der Nikotinentzug eine absolute Fehlentscheidung. Ich habe insgesamt 30€ eingespart, was gerechnet auf ein Jahr 360€ sind. Ja, toll. Ich zahle aber lieber 360€ im Jahr, wenn es mir dadurch besser geht. Die Idee, das ersparte Geld in bessere Medikamente zu investieren, hatte ich auch schon. Leider nehme ich schon das stärkste Zeug. Die nächste Stufe bedeutet sehr starke Schmerzmittel.

Ich bin allgemein kein Mensch, der umher irrt und jammert, wie sehr etwas weh tut und wieviel Schmerzen er spürt. Das habe ich nie getan und das werde ich auch nie tun. In der Ausformulierung dieser Dinge geht es mir nur darum, klar zu vermitteln, dass nicht jedes Übel alleinig Teufelswerk darstellt. Für mich hat das Rauchen nicht den Zweck, eine Sucht zu befriedigen, sondern mein Leid zu mindern. Dennoch warte ich bis Ende der Woche. Am Mittwoch und Donnerstag habe ich Arztbesuche und werde mich beraten lassen. Fallen die Alternativen nicht erfreulich aus, werde ich wieder zu meiner rezeptfreien Therapieform zurückkehren.
30.7.12 14:28
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(18.4.14 00:53)
was für ein ammen märchen ist das denn hier?! du solltest vllt mal zum psychologen...

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