Windows 8: Keine Kacheln, aber ein Start-Button!

Seitdem Windows 8 veröffentlicht wurde, gibt es viele kritische Stimmen, dass die Handhabung "unglücklich" erscheint. Viele haben Windows 8 aufgrund der Metro-Oberfläche (mittlerweile "Kachelansicht" genannt) als schrecklich, unhandlich, anwenderunfreundlich und schlicht als "doof" bezeichnet. Tatsächlich sollte man die Veränderungen für Windows 8 aber nicht daran festmachen, da es mittlerweile genügend Tools gibt, die dem Normalbenutzer sein altes Desktop zurück bringen.



Eines der Drittanbiter-Tools nennt sich "Classic Shell" und ist kostenlos im Netz verfügbar. Ursprünglich wurde "Classic Shell" entwickelt, damit Benutzer ihre Startleiste konfigurieren können und unsinnige Hyperlinks (z.B. für die Windows-Hilfe) entfernen können. Mit Windows 8 kann dieses Programm jedoch mehr, denn man kann nicht nur einen Start-Button wieder zum Desktop hinzufügen (welcher in Windows 8 nicht existiert), sondern auch die Metro-Oberfläche unterdrücken, so dass man nie wieder eine Kachel sehen muss.

Zum Download von "Classic Shell"

Während sich viele Benutzer schon über eine Unterdrückung der Metro-Ansicht freuen und den Start-Button bejubeln, verfügt "Classic Shell" auch über seine ursprünglichen Funktionen. Die Startleiste kann umgestaltet werden in Windows 98-Ansicht, in die XP-Ansicht oder auch in die Startleiste, welche wir seit Windows 7 kennen. Zudem können, wie schon erwähnt, unnötige Einträge entfernt werden. Weitere nützliche Einträge und Hyperlinks, wie z.B. die Eingabeaufforderung oder PowerShell, können spielend einfach hinzugefügt werden.

Des Weiteren kann das Verhalten des Startbuttons editiert werden. Menüs (z.B. bei der Systemsteuerung) können eingefügt, die Logout-Eigenschaften angepasst und sogar die "Corner-Touch-Function" (Öffnen eines Seitenmenüs, wenn der Mauszeiger den oberen rechten Rand berührt) kann editiert und deaktiviert werden.

Ob man Windows 8 nun mag oder nicht, mit "Classic Shell" können viele Kritikpunkte der Normalbenutzer beseitigt werden. Die reine Verwendung des Betriebssystems ist (meiner persönlichen Meinung nach) fortschrittlich und einfacher. Auch die Geschwindigkeit des Betriebssystems ist gegenüber seinen Vorgängern attraktiver und dank vielen Features und Tools (z.B. PowerShell und Hyper-V), zeigt man auch erfahrenen Nutzern und Experten ein entgegen kommen.
10.12.12 13:18


Von der Installation bis zum DC (Windows Server 2008 Core)

Viele Menschen geraten in Panik, wenn sie nicht ihren geliebten Desktop sehen. Es erscheint nur eine "Bash" bzw. eine Eingabeaufforderung. Keine Taskleiste, keine Symbole, nichts zum klicken! Der Standard-Propeller-Administrator, für den die Welt eine HDD ist, springt bei diesem Anblick direkt aus dem Fenster. Dabei ist es mit Windows Server 2008 ein leichtes, auch diese Hürde zu bewältigen. Was man dafür braucht und wie man es umsetzt, steht in diesem Artikel beschrieben.



Die Mutter aller Tätigkeiten bei Windows-Betriebssysteme ist auch hier unser erster Schritt: Bitte legen Sie die Windows Server 2008 Installations-DVD in ihr DVD-Laufwerk! Seit Windows Vista (somit auch 7, 8, Server 2008 und Server 2012) ist die Installation eines Windows-Betriebssystems "unbeaufsichtigt" durchzuführen. Das bedeutet, dass sich das Betriebssystem (mehr oder weniger) automatisch auf ihrem System installiert. Lediglich die Optionen der Partitionierung (Festplattenauswahl, etc.) und die Eingabe des Produktschlüssels ist wirklich von nöten. Beachten Sie bei einer Server-Core Installation, dass Sie auch wirklich die Core-Installation auswählen. Haben Sie keine Angst: Es frisst Sie nicht!


Schritt 1: sconfig



Einmal installiert und eingeloggt, werden Sie erst einmal erschrecken. Sie sehen einen grünen Hintergrund, haben keine Verknüpfungen, keine Taskleiste. Lediglich die "Commandbox" (Eingabeaufforderung) ist geöffnet, während Sie aggressiv von einem Cursor ("dat blinkende Dingsda") eingeblinkt werden. Von hier aus sind es nur noch 3 Schritte, bis Sie erfolgreich einen DC (Domain Controller) eingerichtet haben. Wir fangen mir "Schritt 1: sconfig" an. Geben Sie folgenden Befehl in Ihre Eingabeaufforderung ein:

C:\sconfig

Der Hintergrund Ihrer Eingabeaufforderung ändert sich in blau und Sie bekommen ein textbasiertes Menü zu sehen. Die notwendigen Änderungen, die wir nun durchführen, sind folgende:

- Änderung der IP-Adresse in eine statische IP-Adresse ("Netzwerkeinstellungen")
- Aktivieren von Windows PowerShell ("Remoteverwaltung konfigurieren")
- Aktivieren bzw. konfigurieren der Remotedesktop und -verwaltung ("Remoteverwaltung konfigurieren" bzw. "Remotedesktop")
- Umbenennung des Computernamens ("Computername")


Schritt 2: Ich liebe PowerShell / Vorbereitung von DCPROMO



Wir haben jetzt die notwendigen Einstellungen vollzogen. Als nächster Punkt steht "Schritt 2: dcpromo vorbereiten" an. Wir müssen, bevor wir DCPROMO ausführen (Heraufstufung zu einem Domain Controller), die Active Directory Domänendienste installieren, wie auch die DNS-Rolle, sofern erwünscht. Zwar werden, wenn wir "dcpromo" ausführen, beide Rollen auch installiert, doch hier tritt in 10% der Fälle ein Problem auf, welches wir durch eine vorherige Installation ausschliessen. Für die Installation von Features und Rollen bei Windows Server 2008 nutzen wir PowerShell (welches wir zuvor aktiviert haben). Wir starten PowerShell mit dem folgenden Befehl:

C:\powershell

Es öffnet sich (in der Regel) ein neues Fenster mit einem dunkelblauen Hintergrund. Sollte sich kein neues Fenster öffnen, so sehen Sie vor der Verzeichnisanzeige ein "PS". PowerShell ist somit aktiviert. PowerShell ist übrigens auch auf Windows 7 und Windows 8 verfügbar, jedoch sollten unerfahrene Nutzer die Finger davon lassen! Kommen wir zurück zur Installation von Features und Rollen. Zuerst importieren wir in PowerShell ein Modul namens "Servermanager". Mit diesem Modul wird die Installation von Features und Rollen erheblich erleichtert. Führen Sie folgenden Befehl aus:

PS C:\import-module servermanager

Danach lassen wir uns eine Auflistung anzeigen, welche Features und Module installiert sind. Dies machen wir mit dem folgenden Befehl:

PS C:\get-windowsfeature

In der Übersicht sehen wir, dass weder der AD-Domänendienst, noch die DNS-Rolle installiert sind. Installieren und Hinzufügen erreichen wir mit dem Verb "add". Zuerst fügen wir die DNS-Rolle hinzu:

PS C:\add-windowsfeature DNS

Nach erfolgreicher Installation fügen wir die Rolle des AD-Domänendienst hinzu:

PS C:\add-windowsfeature AD-Domain-Services

Sollten Sie jetzt noch weitere Rollen hinzufügen wollen, so können Sie es ohne Probleme machen. Sie haben mit "get-windowsfeature" eine Übersicht der Features und Rollen und auch den Namen ("Name"), mit dem Sie per "add-windowsfeature" eine Installation anstossen können. Sind bis hierhin alle notwendigen Rollen installiert, so sind wir fast fertig! Verlassen Sie die PowerShell mit folgendem Befehl:

PS C:\exit


Schritt 3: From dusk till DCPROMO

Für DCPROMO unter dem Server-Core haben Sie 2 Möglichkeiten: Eingabe aller Parameter direkt in der Eingabeaufforderung oder das Anlegen einer txt-Datei mit den notwendigen Parametern. Wir gehen den zweiten Weg, indem wir eine txt-Datei erstellen mit allen Informationen, die dcpromo.exe benötigt. Zuerst starten wir Notepad (Ja, Notepad gibt es auch in der Server-Core!) mit folgendem Befehl:

C:\notepad

Es öffnet sich unser Notepad, welches wir seit Windows 95 kennen. Was sie genau in Ihrer txt-Datei schreiben, das bleibt Ihnen überlassen. Genaue Informationen über die "unattend Installations-Datei" finden Sie auf dieser Webseite. Ich gebe hier ein Beispiel an:

[DCINSTALL]
InstallDNS=yes
CreateDNSDelegation=no
confirmGC=yes
NewDomain=forest
NewDomainDNSName=contoso.local
DomainNetBiosName=CONTOSO
SiteName=Default-First-Site-Name
ReplicaOrNowDomain=domain
ForestLevel=4
DomainLevel=4
DatabasePath="C:\Windows\Ntds"
LogPath="C:\Windows\Ntds"
RebootOnCompletion=yes
SYSVOLPath="C:\Windows\Sysvol"
SafeModeAdminPassword={Hier sollten Sie ein Passwort eintragen}


Diese Datei speichern wir (als Beispiel) unter C:\ mit dem Namen "dcpromo.txt" ab. Nun müssen wir als Nächstes DCPROMO anwerfen. Geben Sie in der Eingabeaufforderung folgenden Befehl ein:

C:\dcpromo /unattend:C:\dcpromo.txt

Die Installation wurde angeworfen und wird durchgeführt. Sofern wir keine Fehlermeldung erhalten (bei richtiger Eingabe der Parameter in der dcpromo.txt sollten keine Fehler auftreten) startet der Rechner neu. Sie müssen sich danach an der Domäne einloggen. Nutzen Sie das Passwort, welches Sie in der dcpromo.txt-Datei unter "SafeModeAdminPassword" angegeben haben. Sind Sie eingeloggt, haben Sie erfolgreich Windows Server-Core 2008 mit DNS und AD installiert und Ihren Server zum Domain Controller hochgestuft. Herzlichen Glückwunsch!


Optionaler Schritt 4: Und jetzt?

Natürlich können Sie sämtliche Einträge und Einstellungen weiter per Eingabeaufforderung und/oder PowerShell vornehmen. Wer sich aber unsicher fühlt oder Probleme hat, von einer grafischen Oberfläche auf eine "Bash" zu wechseln, der kann auch weiterhin mit Klick'n'Fun (Übersetzt: Klicken und Spaß) das Administrieren vornehmen. Setzen Sie sich hierfür an eine Workstation mit Windows Vista, Windows 7 oder Windows 8 und laden Sie das kostenlose Programm "RSAT" von der Microsoft-Webseite. Installieren Sie das Paket und schalten Sie (nach der Installation) diese Software frei, indem Sie auf

Systemsteuerung -> Programm -> Programm deinstallieren -> Windows Funktion aktivieren oder deaktivieren

gehen und dort unter "Remoteserver-Verwaltungstools" (möglichst) alles aktivieren. Nach einem Neustart verfügen Sie über die notwendigen Tools, um sich per Remote auf den Server zu schalten und mir einer grafischen Oberfläche sämtliche Einstellungen (Ordnerfreigaben, Active Directory, DNS, etc) einzustellen.

Wollen Sie nicht das Zusatzprogramm "RSAT" installieren, so können Sie auch per MMC auf die Daten des Servers zugreifen und administrieren. Drücken Sie auf Ihren "Start-Button" und geben Sie im Suchfeld "MMC" an. Fügen Sie in der MMC Ihre benötigten Snap-Ins hinzu.
10.12.12 11:51


Frühjahrsputz bei den eigenen PC-Systemen - Teil 1

Alle Jahre wieder muss der Sauhund raus und die weiße Fee rein. Das passiert nicht nur im Haushalt, wo man Essensreste vom Vorjahr aus den Ecken kratzt, sondern auch bei den eigenen PC-Systemen. In der Regel sollte man alle 6-12 Monate sein System neuinstallieren (abhängig vom Betriebssystem). Wer Linux nutzt muss (in der Regel) nur alle 2-3 Jahre ein Versionsupdate durchführen. Wichtig ist, bevor man irgendwas macht, dass man sich ganz genau überlegt, wie und was man überhaupt auf den Rechnern platzieren möchte.


Welches Betriebssystem für welchen Rechner?

In meinem Fall habe ich 2 Rechner: Einen klassischen Desktop-Rechner und ein Notebook. Für meine Arbeit an der IT-Akademie zum Microsoft Professional benötige ich zwingend eine Windows Server-Version. Da ich aber auch DVB-T (Fernsehen) über meinen Desktop-Rechner empfangen möchte, muss ich zwingend Windows 7 oder Windows 8 installieren, da Windows Server (2008 und 2012) das Windows Media Center nicht ausführen können. Somit installiere ich 2 Betriebssysteme auf meinem Desktop-Rechner parallel. Ich habe mich hierbei für Windows Server 2012 Core-Edition und Windows 7 entschieden.


Mein Notebook hingegen braucht nur Windows 7 oder Windows 8. Da ich im Zuge des Studiums zum Microsoft Certified Solution Associate 2012 auch eine Zertifizierung in Windows 8 machen muss, ich aber Windows 7 als Client bevorzuge, werde ich auch hier 2 verschiedene Betriebssysteme installieren. Somit habe ich die Vorüberlegung, welche Betriebssysteme ich brauche und welche ich installieren werde, abgeschlossen.


Festplattenaufteilung (Partitionierung) als vorherige Überlegung!

Als Nächstes folgt die Überlegung, wie ich meine Festplatten später aufteilen möchte. Da ich auf jedem Rechner 2 Betriebssysteme habe, diese aber mit dem Dateisystem nicht durcheinander kommen sollen und ich auch, unabhängig welches Betriebssystem ich gerade nutze, immer Zugriff auf meine Daten haben will, habe ich mich für die folgende Aufteilung für meinen Desktop-Rechner (Festplattenkapazität: 500gb) entschieden:
C:\ (Baseline) ..... 50gb
D:\ (Storage) ..... 150gb
E:\ (Datacenter) ..... 290gb
F:\ (Restore) ..... 10gb

Für mein Notebook (Festplattenkapazität: 320gb) nutze ich eine etwas andere Aufteilung, da ich nur über 320gb Festplattenspeicher verfüge:
C:\ (Baseline) ..... 80gb
D:\ (Datacenter) ..... 230gb
E:\ (Restore) ..... 10gb

Natürlich folgt auch eine Erklärung für diese Auswahl: Die Laufwerke "Restore" bei beiden Rechnern sind dafür da, die wichtigsten Update- und Installationsdateien für die Windows-Betriebssysteme auf Festplatte abzulegen, sowie die notwendigen Treiber zu sichern. Es macht keinen Sinn, jedesmal neu die Treiber im Internet zu suchen und herunter zu laden. Besonders der Download von Service Pack 1 für Windows 7 frisst viel Zeit, da es sich um eine 930 MB-Datei handelt. Diese Daten lege ich auf "Restore" ab. Zwar reichen 5gb voll aus, doch ich möchte für Notfälle immer einen Puffer haben.

Als nächstes folgt die Überlegung, wie groß das "Baseline" sein soll. Das "Baseline" dient bei meiner Aufteilung zum Speichern der virtuellen Festplatten, in der sich die Betriebssysteme befinden, sowie zur Auslagerung des Arbeitsspeichers. In der Regel installiert ein Benutzer sein Beitrebssystem auf eine (physikalische) Festplatte. Auf dieser Festplatte findet man dann Ordner, wie "Benutzer", "Programme", "Windows", usw. Da ich aber 2 Betriebssysteme parallel laufen lasse, erzeuge ich vorher 2 virtuelle Festplatten und installiere die Betriebssysteme darin. In Teil 2 meines Frühjahrsputzes werde ich noch einmal genauer darauf eingehen.

Das "Datacenter" wird bei mir zur Auslagerung der eigenen Dateien (Dokumente, Bilder, Videos, Downloads) dienen. In der Regel werden diese Daten unter C:\Benutzer\BENUTZERNAME abgespeichert, doch da ich auf meiner C:-Partition nur die Betriebssysteme haben möchte, ist diese Auslagerung notwendig. Da ich zudem differenzierende Festplatten (Keine Sorge, auch das wird noch in Teil 2 erwähnt) nutze, sollen die auch im "Datacenter" abgelegt werden. Da ich auf meinem Desktop-Rechner mehr Speicherplatz habe, trenne ich die Download-Dateien vom "Datacenter" und speichere diese Dateien auf der Partition "Storage" ab.


Und wie bestimme ich nun, wie groß eine Partition (Aufteilung) sein muss?

Warum ich 10gb für "Restore" zuteile habe ich bereits erläutert. Die Größe der "Baseline"-Partition ergibt sich aus (virtuelle Festplatte 1 + virtuelle Festplatte 2 + 2 * Arbeitsspeicher). Die Auslagerungsdatei für den Arbeitsspeicher ist immer (bzw. es wird empfohlen) doppelt so groß, wie der Arbeitsspeicher des Rechners. Bei 4GB RAM, die sowohl der Desktop-Rechner, wie auch mein Notebook, haben, sind das jeweils 8GB Speicherplatz. Die Größen der virtuellen Festplatten muss man hierbei abschätzen. Wer es nicht abschätzen kann, der nimmt die Standardgrößen zwischen 40gb und 60gb.

Die reine Installation von Windows Server 2012-Core benötigt ca. 3gb Festplattenspeicher (getestet in einer virtuellen Maschine). Um für Zusatzprogramme, Updates, Patches, usw. genügend Platz und einen Puffer zu haben, berechne ich 15gb an Festplattenspeicher für die erste virtuelle Festplatte. Meine zweite virtuelle Festplatte hat demnach eine Festplattenkapazität von 25gb, da ich Windows 7 auf meinem Desktop-Rechner nur nutze um im DVB-T, Film-DVDs und -Serien abzuspielen. Das ergibt (15gb + 25gb + 8gb) eigentlich 48gb. Ich runde es auf 50gb auf. Nun habe ich die Festplattenkapazität für "Baseline" auf meinem Desktop-Rechner bestimmt.

Kommen wir zu meinem Notebook. Anders als mein Desktop, den ich nur zum Arbeiten und zur Media-Wiedergabe nutze, benutze ich mein Notebook für alles, was die Technik hergibt. In erster Linie werde ich jedoch mit Windows 7 und nicht mit Windows 8 arbeiten. Da ich Windows 8 nur zum "erkunden" und zum "verstehen" für mein Studium installieren werde, weise ich auch nur den notwendigen Speicherplatz zu. Für ein Windows-Betriebssystem braucht man in der Regel mindestens 20gb Speicherplatz. Um wieder einen kleinen Puffer für Updates, Features, etc. zu haben lege ich mich auf 25gb Speicherplatz fest. Da ich unter Windows 7 sämtliche eigene Dateien, Spiele und Downloads auf "Datacenter" speichere, reichen mir 45gb locker, um nicht Probleme zu bekommen.


Und was nun?

Wir haben uns überlegt, welche Betriebssysteme wir installieren werden, wie wir unsere Festplatten partitionieren (aufteilen) und für was wir die Partitionen verwenden werden. Sie mögen es nicht glauben, aber wenn Sie soweit alles richtig gemacht haben, wurde der schwerste Teil erfolgreich absolviert! Zur weiteren Vorbereitung unseres Frühjahrsputzes werden wir noch abschließend die Daten sichern und uns im Vorfeld die benötigten Treiber und Updates aus dem Internet besorgen.

Wie man Daten sichert ist kein Punkt, auf dem ich lange Zeit verschwenden will. Sie nehmen eine USB-Festplatte (sollten Sie noch keine haben, so kaufen Sie sich eine!) und kopieren die wirklich wichtigen Daten darauf. Das beinhaltet Musik-Dateien, Video-Dateien, EDV-Dateien (Word, Excel, Photoshop) und was Sie sonst noch alles für wichtig betrachten. Sichern Sie keine installierten Programme, denn diese werden nach einer Neuinstallation (meistens) ohnehin nicht mehr funktionieren.

Zum Abschluss suchen Sie sich noch Ihre benötigten Treiber aus dem Internet. Haben Sie ein Notebook, so besuchen Sie die Webseite des Herstellers. In der Regel hat jedes Notebook eine Herstellernummer, mit der man auf der Herstellerwebseite die Treiber unkompliziert finden und runterladen kann. Sollten Sie einen Desktop-Rechner besitzen und die Hardware-Komponenten nicht kennen, so laden Sie sich zur Identifikation der Hardware "Everest Home" runter und entnehmen der Systemanalyse von "Everest Home", über welche Hardware Sie verfügen. Abschliessend speichern Sie die Treiberdateien ebenfalls auf einer externen Festplatte.

In der Regel müssen Sie keine Update-Dateien für Ihr Windows-Betriebssystem vor der Installation runterladen. Sollten Sie jedoch nur über eine Windows 7-Installations-CD verfügen, die kein Service Pack 1 hat, so besuchen Sie vorher noch www.winfuture.de und laden Sie sich das Service Pack 1 für Windows 7 runter. Dies gilt auch für Nutzer von Windows XP, deren Installations-CD noch kein Service Pack 3 beinhaltet. Windows 8-Nutzer betrifft dieser Schritt nicht, da Microsoft für Windows 8 keine Service Packs publizieren wird!


Zum Installation-Vorgang, dem Einrichten der Betriebssysteme und den notwendigen Programmen für einen reibungslosen Ablauf folgen in den nächsten Tagen weitere Blogeinträge.
23.11.12 15:17


Windows 8 wird durch Bug von Microsoft zur Freeware

Es ist schon kurios, wenn ein Software-Hersteller eine Software an die Kunden ausgibt, welche noch kritische Fehler beinhalten. Noch kurioser wird es, wenn man durch einen solchen Fehler die Software kostenlos bekommt. So ist es derzeit auch mit Windows 8, denn das hinzufügen eines Features (Windows Media Player) aktiviert eine nicht aktivierte Windows 8 Version ohne eine Verifizierung vom Microsoft-Server anzufordern.


Diese Meldung ging zu genüge durch die Medien. Wer sich genauer darüber informieren möchte, der kann gerne auf golem.de folgende News lesen:

Zum Artikel auf Golem.de


Ich persönlich vertrete jedoch die Philosophie, dass wenn ich eine Software wirklich dauerhaft und notwendig in Betrieb nehme, ich mir diese Software auch legal erwerbe. Seitdem die Linux-Distributionen (K)Ubuntu mit ihrer Bedienung aufgebessert haben, ist ein "Aber Windows kostet soviel und Linux ist zu kompliziert!" keine gültige Ausrede mehr. Schon alleine deswegen, wenn man bedenkt, dass Microsoft bei Windows 7 relativ viel von (K)Ubuntu geklaut hat (Nicht alles wurde von MacOS übernommen).


Doch zurück zum Thema: In meinem letzten Blog (Microsoft bietet Schutz für Windows gegen DAUs) bin ich auf eine Möglichkeit eingegangen, ein Betriebssystem einmalig in eine virtuelle Festplatte zu installieren und nur mit dem Abbild davon zu arbeiten. Ein Ressourcenverlust ist nicht bemerkbar und der Vorteil ist, dass man bei einem defekten/zerstörten Betriebssystem keine Stunden investieren muss, um das System neu zu installieren, sondern man nur ein neues Abbild erstellen muss. Anstatt 6 Stunden für eine komplett neue Installation von Windows zu verschwenden kann man so sein System auf einen sauberen Stand innerhalb von 30 Sekunden zurücksetzen.


Leider gibt es, wie ich heute Abend festgestellt habe, einen dicken Haken: Die Möglichkeit, ein Windows in eine virtuelle Festplatte zu schreiben, ist nur für die Windows 7 Lizenzen Enterprise und Ultimate verfügbar. Bei Windows 8 ist es nur bei der Pro-Version möglich. Wem diese Lizenzen aber zu teuer sind, der kann einen weiteren ... nun, nennen wir es mal "kreativen Bug" ... ausnutzen.


Man muss sich zuerst eine Version von Windows 7 Enterprise/Ultimate oder Windows 8 Pro besorgen. Der Produktschlüssel ist hierbei weniger wichtig, denn er muss nur durch die Installation schleusen. Ist das Windows installiert und funktionstüchtig, so erstellt man seine differenzierende Festplatte zur VHD (Virtuellen Festplatte), so dass man nur mit der Vorlage arbeitet, doch die unterschiede in der differenzierenden Festplatte geschrieben werden. Nichts neues, wer meinen letzten Blogeintrag gelesen hat.


Hat man es soweit geschafft, so startet man sein Windows von der "Master-HD" (Der virtuellen Festplatte, auf der man auch wirklich Windows installiert hat) und führt das Programm "Sysprep" aus. Dieses Programm befindet sich im Ordner "C:WindowsSystem32Sysprep". Mit Sysprep werden bestimmte Registrierungseinträge (Plug&Play-Treiber, Installationseinstellungen, etc) zurückgesetzt. Der Witz dahinter ist: Es wird auch der Zeitraum der Erstinstallation zurückgesetzt, so dass die Dauer bist zur Windows-Aktivierung ebenfalls zurückgesetzt wird.


Soll heißen: Ich arbeite normal mit der differenzierenden virtuellen Festplatte 30 Tage lang. Nach 30 Tagen zwingt mich Windows mein Betriebssystem zu aktivieren, ansonsten wird das Betriebssystem für eine weitere Verwendung gesperrt. Sind diese 30 Tage vorbei, so lösche ich die differenzierende Festplatte und erstelle innerhalb von 5 Sekunden eine Neue von der ich wieder 30 Tage arbeiten kann, bis ich dann wieder für eine weitere Verwendung gesperrt werde.


Über diese Methode kann ich jedes Betriebssystem, sei es Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows 8 oder gar Windows Server 2012 ewig nutzen ohne auch nur einmal einen gültigen Produktschlüssel eingeben zu müssen. Und das alles Dank eines Programmes, welches Microsoft bei der Installation von Windows selber mitliefert.


Zum Schluss sei aber nochmals angemerkt, dass man von solchen illegalen Tätigkeiten Abstand nehmen sollte. Wenn man etwas will, dann soll man es sich auch kaufen. Hat man nicht genügend Geld dafür, so stehen immer kostenlose Alternativen zur Verfügung. Linux ist schon lange kein Betriebssystem mehr für Nerds und Insider. Mit (K)Ubuntu und Debian (mit Abstrichen auch "SuSe") stehen Linux Betriebssysteme kostenlos zur Verfügung, die einem Windows-Betriebssystem (aus Sicht der Bedienung) in nichts nachstehen. Mittlerweile lassen sich auch alle Windows-Programme und alle Windows-Spiele unter Linux spielen (Stichwort: "PlayOnLinux"), wodurch es keine Argumente mehr für das Nutzen von illegalen Microsoft-Betriebssystemen gibt.
21.11.12 21:40


Microsoft bietet Schutz für Windows gegen DAUs

Anwender aufgepasst! Microsoft hat mit Windows 7 eine Möglichkeit integriert, das Betriebssystem vor DAUs (Dümmst-Anzunehmender-User) zu schützen. DAUs sind in der heutigen Zeit noch gefährlicher als Viren und Trojaner, zudem scheinen sie sich immer weiter zu vermehren. Seit Microsoft Windows 7 gibt es jetzt aber die Möglichkeit, eine untergeordnete Maschine des eigenen Betriebssystems zu nutzen, welche man bei Beschädigung leicht zurücksetzen kann.


Einmal installieren, für immer nutzen!

Der Trick hierbei ist, dass man nur mit einem Abbild des Betriebssystems arbeitet. Zuerst muss man eine virtualle Festplatte erzeugen, in der man das Betriebssystem installiert. Dies geschieht über die Eingeabeaufforderung mit Hilfe von "DISKPART". Danach installiert man Microsoft Windows 7 ganz normal auf diese virtuelle Festplatte, so wie man es gewohnt ist. Nach Beendigung der Installation von Windows, installieren wir zudem die Treiber und die benötigten Updates des Betriebsystems. Nachdem man diesen Schritt abgeschlossen hat, sitzt man nun schon seit 2-3 Stunden an dem PC. Diese gesamte Arbeit macht man genau einmal! Ist man einmal soweit, erstellt man ein untergeordnetes Abbild der Installation (wieder mit der Eingabeaufforderung) und speichert diese ab.

Was ist passiert? Wir haben nun Eltern- und eine Kind-Partition (übersetzt von "parent" und "child"-partition). Die Elternpartition, in der wir das Windows 7 installiert haben dient als Bezugssystem. In der Kindpartition, welche wir von nun ab nur noch nutzen werden, werden nur die Unterschiede zur Elternpartition geschrieben (dies passiert automatisch, der Benutzer merkt den Unterschied nicht). Dies mag für viele als "unsinnige Spielerei" aussehen, aber es hat einen immensen Vorteil: Sobald unsere Kindpartition durch Programme, Viren und Trojaner nicht mehr richtig funktioniert, können wir die Kindpartition löschen und eine neue Kindpartition erstellen, welche wieder einen Bezug zur Elternpartition hat. So spart man sich die Arbeit, alle 1-2 Jahre das Betriebssystem von Grund auf zu installieren, die Treiber aus dem Internet zu besorgen und die ganzen Updates von Microsoft zu besorgen. Anstatt 2-3 Stunden benötigt man auf diese Art und Weise nur noch 2-3 Minuten!


"Brauch ich nicht! Es geht auch so!" - Eben nicht!

Viele Nutzer denken sich oft, dass gerade solch eine Überlegung, das System zu schützen, gar nicht notwendig ist. Noch mehr Nutzer denken, dass ihr System läuft und sie alles richtig machen. Und fast alle denken, dass wenn der PC immer langsamer wird, er kaputt ist und man sich für eine Unsumme einen neuen Rechner kaufen muss. All diese Leute haben eine Sache miteinander gemein: Sie irren sich!

Tatsächlich geht an der Hardware des Rechners nur selten etwas kaputt. Viel eher sind ein falscher Umgang mit dem Betriebssystem oder das Installieren ("zumüllen") mit Programmen die Ursache für ein Verlust der Rechenleisten. So wissen wir zwar, dass man beim Geschlechtsverkehr nur eines und nicht zwei Kondome gleichzeitig nutzen sollen, doch beim Rechner werden dennoch zwei bis drei Antivirenprogramme installiert. Andere Menschen wollen zudem veraltete oder unbrauchbare Software nutzen, wie zum Beispiel AOL, welches auf Internet Explorer 5.5-6 beruht, während das eigentliche System den Internet Explorer 8 (oder 9) benutzt und ihm so eine veraltete Version aufgezwungen ist, mit der er wenig bis gar nicht arbeiten kann. Das ist so, als wenn man seinem Kind beibringt in die Ecken der Zimmer zu urinieren, anstatt die Toilette zu nutzen, da man es vor 200-250 Jahren in Frankreich genause gemacht hat und es ja auch funktionierte.

Und dann haben wir noch die Spezialisten, die sich nur selber als solche wahrnehmen, indem sie TuneUp Utilities installieren und meinen, dass man mit einem Knopfdruck auf "Beste Leistung" den PC direkt um Lichtjahre schneller macht. Tatsächlich werden hierbei auch unnütze Spielereien von Windows deaktiviert, aber zudem auch die gesamten Effekte der grafischen Oberfläche und wichtige Protokolle, die zum Beispiel den Datenaustausch in einem Netzwerk erleichtern/gewährleisten. Zu vergleichen ist das mit einem modernen Plasma-TV, den man für 600 Euro gekauft hat, ihn aber wegschmeisst, weil der alte Röhrenfernseher mit schwarz-weiß-Bild von 1950 weniger Strom frisst.


Zeit ist Geld! - und schont die Nerven des Administrators.

Gehen wir wieder zurück zum eigentlichen Thema: Mit diesem Eltern-Kind-Trick, welches seit Windows 7 (mir ist diese Möglichkeit unter Windows XP noch nicht bekannt) möglich ist, kann man natürlich viel Zeit sparen. Doch man kann sich zudem noch mehr Zeit sparen, wenn man sich von Anfang an überlegt, welche Programme man definitiv in Zukunft nutzen will. Man hört dann nicht nach der Installation des Betriebsystems und der Updates auf, die Elternpartition zu füllen, sondern installiert auch die wirklich notwendigen Programme, wie Office, den bevorzugten Messanger (Skype, ICQ, Trillian, AIM, ...) und den bevorzugten Browser (Firefox, Opera, Chrome, ...). Umso mehr man sich seiner Programme sicher ist, desto mehr Zeit spart man, wenn dann tatsächlich der Super-GAU eintritt und das Betriebssystem nicht mehr funktioniert.

In Windows 8 muss man diese Wege übrigens nicht mehr gehen. Microsoft hat auf seine Konsumenten gehört und eine Option in das Betriebssystem integriert, mit der man sein Windows 8 in den Ausgangszustand zurücksetzen kann. Zwar wird man dann wohl wieder alle Programme und Updates erst ziehen müssen, doch nimmt es den Administratoren ein Stück weit die Arbeit ab, da man nicht mehr zwingend auf die Hilfe eines IT-Spezialisten angewiesen ist. So kann der DAU, welcher beim Geschlechtsverkehr zwei bis drei Kondome nutzt, einen schwarz-weiß Röhrenfernseher von 1950 hat und heimlich in die Ecke pullert, sich freuend vor seinem PC positionieren und sagen: Es geht doch!
5.11.12 18:37


Der Idiotenjoker

Wir kennen ihn alle. Wir haben alle schon mit ihm Bekanntschaft machen dürfen. Und hier geht es nicht um einen Joker von "Wer wird Millionär?". Die Rede ist vom Idiotenjoker, welcher Tag für Tag zum Einsatz kommt, damit man nur irgendwie Recht behält in einer Diskussion, indem man sich aufgrund seines Ranges, Titels, usw. über seinen Diskussionspartner erheben kann.


Zur näheren Erläuterung: Der Idiotenjoker ist eine arrogante Äußerung gegenüber eines Mitmenschens, um trotz ungenügender Argumente seinen Anspruch auf ein "Ich habe Recht!" zu sichern, obwohl man sich entweder vollkommen im Unrecht befindet oder seinen Standpunkt ungenügend bis gar nicht verteidigen kann. Der Idiotenjoker wird in vielen Situationen und Variationen gebraucht. Er begegnet uns von klein auf und verfolgt uns bis zu unserem Tode.


Er verfolgt uns. Er findet uns.

Wer meint, er habe mit dem Idiotenjoker noch nie Bekanntschaft gemacht, der irrt eindeutig. Schliesslich haben wir alle es schon mal geschafft, unsere Eltern mit Fragen so sehr zu löchern, bis sie entnervt meinten "Weil es so ist. Nun frag' nicht mehr. Ich bin dein/e Vater/Mutter und habe recht!". Zugegeben, dieses Beispiel tangiert nur die Thematik, dennoch ist es die erste Berührung.


Stellen wir uns einmal vor, wir diskutieren mit dem (ehemaligen) SPD-Politiker Kurt Beck über ein politisches Anliegen, welches wir argumentativ führen und Herr Beck gehen die Argumente aus. Was passiert? "Ich bin schon seit mehreren Jahren Politiker und sie können mir glauben, wenn ich sage, dass ich im Recht bin! Suchen Sie sich erstmal einen Job!" - ja, dieses Beispiel ist frei erfunden, doch auch hier wurde der Idiotenjoker gezogen, indem auf jahrelange politische Arbeit verwiesen wurde. Zugegeben, eine jahrelange politische Arbeit ist ein Aushängeschild, jedoch kein Argument in einer Diskussion. Sonst hätte Franz Beckenbauer bei jeder Fussballfrage immer Recht, dank des Idiotenjokers. Oder Bill Gates hätte mit dem Idiotenjoker das Spam-Problem gelöst, da er 2004 behauptete, dass Spam-E-Mails ab 2006 kein Problem mehr darstellen.


Wir sehen also, der Idiotenjoker ist kein wirkliches Argument und wird meist genutzt, um sich aus Diskussionen zu schleichen, welche man wohl als Verlierer verlassen würde. Falsch ist falsch. Wer wirklich Recht haben will, der muss sich auch bei kleineren Diskussionen mit Argumenten helfen. Sicherlich bleibt es jedem selber überlassen, ob er in eine Diskussion mit einem bestimmten Gesprächspartner gehen will. Gibt er jedoch sein Einverständnis, dann sind beide Parteien existenz- und ranggleich. Leider will man das nicht immer so akzeptieren.


Woher kommt er? Was will er?

Doch woher kommt der Name "Idiotenjoker"? Zugegeben, mir ist kein passender Begriff für solch ein Verhalten bekannt. Mir gefällt jedoch diese Wortkombination, denn "Dummargument" oder "Rangspruch" sind nicht sonderlich aussagekräftig. Zumal man in meinen Augen wahrlich ein Idiot sein muss, um bewusst den Idiotenjoker immer wieder zu ziehen. Schliesslich vertritt man in der Regel eine Meinung, die man auch begründen und vertreten kann. Wird mir aufgezeigt, dass dies nicht der Fall ist, so müsste ich als kluger Mensch meine Position zu der Thematik überdenken. Diskussionen sind im eigentlichen Sinne auch mehr als Schulmittel gedacht. Wir denken zurück an die Antike, als Philosophen unterrichteten. Nicht, indem sie mit Kreide irgendwelche Symbole auf den Boden zeichneten, sondern indem sie ihre Schüler lehrten, jegliches Argument zu hinterfragen. Und das taten sie auch.


Ist man also nicht in der Lage, eine Diskussion als Fördermittel zu betrachten, verharrt auf einer Meinung, die widerlegt wurde und die man auch eigentlich nicht mehr vertreten kann, so ist das dumm. Versucht man dann aber auch noch seinen Gesprächspartner mundtot zu machen, indem man seinen Rang ins Spiel bringt, welcher gar nichts zur Diskussion beiträgt, so ist man eindeutig ein Idiot. Es ist, als wenn man von einer Regierung hingerichtet wird, nur weil man argumentativ widerlegt, dass die Erde keine Scheibe ist. Oh, wartet. Hatten wir das nicht schon mal?


Das Nachspiel des Idiotenjokers.

Doch wie verhält man sich, wenn der Diskussionspartner den Idiotenjoker zieht? Ich habe im Laufe der Jahre viele Wege untersucht. Zuerst sah ich es als Startsymbol, noch mehr Argumente einzubringen. Die Reaktionen meiner Diskussionspartner waren Anfeindungen und Beleidigungen. Auch ein einfaches Schweigen zu der Thematik brachte nichts, denn die Diskussionspartner fühlen sich dann im Recht und diskreditieren dich als Folge ihrer Inkompetenz. Doch ich denke, dass eine Reaktion richtig und angemessen ist: Ich stehe auf, schüttel euphorisch die Hand meines Diskussionspartners und gratuliere ihm zu seinem treffenden Argument, um dann das Weite zu suchen. Denn schliesslisch wird auch er eines Tages mit dem Idiotenjoker Bekanntschaft machen.
13.10.12 16:23


World of Warcraft sollte in Rente gehen!

Michael Schumacher hat letzte Woche seinen Rücktritt aus der Formel 1 bekannt gegeben. Alles was er noch in der F1 hätte erleben können, wäre ein unwürdiges Ende gewesen. Blizzard Entertainment sieht das aber bei dem MMO-Klassenprimus anders: Solange man eine Kuh melken kann, muss man diese nicht zum Schlachthof schicken.


Erst Ende September erscheinte das neue Addon zu World of Warcraft. Viele Spieler haben ihre Accounts reaktiviert und sich zugleich das neue Addon gekauft, welches den Namen "Mists of Pandaria" trägt. Viele Erneuerungen wurden versprochen, viele kamen auch. Leider zielten die Erneuerungen nicht darauf ab, den Spielern wirklichen neuen Content zu bieten, sondern diese nur bei Stange zu halten.


Szenarien total überflüssig!

So wurden "Szenarien" eingeführt. Bisher hatte man nur 10/25-Mann Schlachtzüge und 5-Mann-Dungeons zur Verfügung, um gemeinsam zu spielen. Mit den neuen Szenarien wollte man nun auch etwas einführen, was man zu dritt, unabhängig von der Rollenverteilung, spielen kann. Leider sind diese Szenarien aber absolut überflüssig, denn nützliche Items erhält man nicht wirklich. Auch Marken (Gerechtigkeitsmarken, Tapferkeitsmarken) gibt es so wenig, dass man sich davon nicht mal ein Schnitzel holen kann. Da man Szenarien zudem nur auf der Maximalstufe spielen kann, dienen sie auch nicht, um ein höheres Level zu erreichen. Sie sind einfach sinnlos.


Berufe sind nett, aber nicht notwendig!

Weiterhin eine wichtige Frage waren die Berufe. Mit bestimmten Berufen, wie Schneiderei, Schmiedekunst oder Lederverarbeitung konnte man sich schon immer Ausrüstungen zusammenstellen. Leider waren in den beiden letzten Erweiterungen diese Gegenstände meist nicht nützlich, da sie im Vergleich zu den Gegenständen, welche man in Dungeons findet, zu schlecht waren. Dies änderte sich auch in Mists of Pandaria nicht wirklich. Zwar erhält man zu jedem Beruf einen kleinen Bonus auf seine Werte, doch rechtfertigt dies nicht ein stundenlanges herumrennen in alte Gebiete, um seine Berufe auf die maximale Stufe zu erheben.


Willkommen zu World of Pokemon!

Nicht nur Szenarien, Gebiete und Dungeons wurden zu Mists of Pandaria neu eingeführt, sondern auch die "Haustierkämpfe". Von vielen zuvor belächelt, von noch mehr als Unsinn empfunden. Haustierkämpfe bringen einen Spieler nicht weiter, nicht an das Ziel und sind nur reine Zeitverschwendung. Dieses Feature zielt nur darauf ab, eine zusätzliche Beschäftigung für die Spieler zu bieten, wenn Blizzard sich wieder 3-4 Monate Zeit lässt, um neue Dungeons und neue Schlachtzüge zu implementieren. Auf neue Dungeons kann man sich im übrigen auch nicht mehr wirklich freuen, dann hier hat man das Gefühl, sich in "Hello Kitty Online" wiederzufinden. Warum man auf Stufe 86 gegen Hasen kämpfen muss und warum es sogar einen Boss in einem neuen Dungeon gibt, der ein riesiger, mutierter Hase ist und dessen stärkster Angriff ein "Karottenatem" sein soll, erschliesst sich hier wohl nur wenigen.


Man muss wissen, wenn man geh'n muss!

Zwar werden in den nächsten Wochen noch neue Schlachtzüge freigeschaltet, doch das Fazit für die neue Erweiterung zu World of Warcraft fällt negativ aus. Die Quest-Gebiete haben sich nicht verbessert, sondern stagnieren seit 2 Erweiterungen schon. Viele Änderungen, wie "Cross Realm Areas", sind den Spielern ein Dorn im Auge. Zudem gab es gestern erst wieder einen Fall auf deutschen Servern, wo sich ein Spieler selber in den "Godmode" versetzte und alle Gegenspieler mit einem Knopfdruck besiegen konnte. Auch die Änderung im Skillsystem ist eher ein Hindernis. Ein Segen war diese Erweiterung bislang sicher nicht.

Bedenkt man auch, dass World of Warcraft-Cataclysm schon negative Kritik erntete und Diablo 3 als absolute Fehlkauf vieler Menschen gilt, so muss sich Blizzard langsam wirklich Gedanken machen, was ihnen mehr bedeutet: Der Zuspruch und die Anhänglichkeit der Fans oder das Melken einer Kuh, welche ihr Zenit schon überschritten hat. So geht es zumindest nicht mehr lange weiter.
8.10.12 15:35


 [eine Seite weiter]
Kategorien:




Gratis bloggen bei
myblog.de

Kontakt   |   Archiv   |   Abonnieren   |   RSS